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Neues Heizungsgesetz: Gasheizungen bleiben erlaubt

Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD plant Änderungen am Gebäudeenergiegesetz (GEG). Auch künftig sollen verschiedene Heiztechnologien zugelassen bleiben – darunter weiterhin Gas- und Ölheizungen. Dennoch gehen viele Energieexperten davon aus, dass diese Systeme langfristig wirtschaftlich kaum noch mithalten können.

Gasheizungen dürfen weiter betrieben werden

Nach der geplanten Reform dürfen fossile Heizungen grundsätzlich weiterhin installiert und betrieben werden. Die Nutzung soll sogar bis zum Jahr 2045 möglich sein. Allerdings sieht das Gesetz vor, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Gasnetz schrittweise erhöht wird.

Ein wichtiger Bestandteil ist dabei Biogas. Ab 2029 sollen Gasheizungen mindestens zehn Prozent erneuerbare Gase nutzen. In der Praxis liegt der Anteil derzeit jedoch deutlich darunter. Laut Angaben des Netzbetreibers SH Netz beträgt der Biogasanteil im Gasnetz von Schleswig-Holstein momentan lediglich rund ein Prozent.

Einspeisung von Biogas ist aufwendig

Die Integration von Biogas in das bestehende Erdgasnetz ist technisch komplex und teuer. Bevor Biogas eingespeist werden kann, muss es zunächst aufwendig gereinigt und aufbereitet werden, damit es einen vergleichbaren Brennwert wie Erdgas erreicht.

Zusätzlich müssen spezielle Einspeiseanlagen gebaut werden, die das aufbereitete Gas ins Netz einspeisen. Allein diese Infrastruktur kann Kosten in Millionenhöhe verursachen.

Fossile Heizenergie dürfte deutlich teurer werden

Energieexperten rechnen außerdem mit steigenden Kosten für Gas und andere fossile Brennstoffe. Der wichtigste Grund dafür ist der kontinuierlich steigende CO₂-Preis.

Nach Einschätzung von Energieberatern kostet eine neue Gasheizung aktuell in etwa so viel wie eine Wärmepumpe, wenn staatliche Förderprogramme berücksichtigt werden. Langfristig könnten die Betriebskosten einer Wärmepumpe jedoch deutlich günstiger ausfallen.

Verbraucher sollten die langfristigen Risiken bedenken

Aus Sicht von Verbraucherorganisationen ist der Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung daher mit Unsicherheiten verbunden. Wer sich heute für eine fossile Heizung entscheidet, geht gewissermaßen eine Wette auf die zukünftige Entwicklung der Energiepreise ein.

Viele Fachleute aus der Heizungsbranche empfehlen deshalb bereits jetzt den Umstieg auf Wärmepumpen. Diese gelten als moderne und zukunftssichere Technologie, die auch langfristig mit den energiepolitischen Zielen vereinbar ist.

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